„Welche Schwächen haben Sie?“: Bei dieser Frage kann die richtige Antwort den Unterschied machen. Wie man clever antwortet.

Die Frage nach den eigenen Schwächen mag unangenehm sein, bleibt aber trotzdem eine Standardfrage in Vorstellungsgesprächen. Deswegen lohnt es sich, sich auf die Frage vorzubereiten. Was sollte man auf keinen Fall antworten und mit welcher Antwort kann man punkten?
Eins ist laut Selma Kuyas klar: Bei der Frage nichts zu antworten, stellt einen in kein gutes Licht. Sie ist Coach für Bewerbung & Karriere und gibt in einem Blogbeitrag auf Xing Tipps, wie man auf die Frage am besten reagieren sollte. Nicht zu antworten, könne sogar arrogant oder uninteressiert wirken. Kuyas rät stattdessen, selbstreflektiert und ehrlich zu sein.
No-Go’s: Das sollte man besser nicht antworten
Zusätzlich zum Schweigen gibt es einige Fallstricke, die man vermeiden sollte. Dazu gehört, Schwächen als Stärken zu tarnen. Dieser Ansatz wirkt oftmals unoriginell, da er von vielen Bewerbern verwendet wird. Das Gleiche gilt für bekannte Standardphrasen: „Der absolute Klassiker, die Nennung von Perfektionismus oder Ungeduld als Schwachstelle, ist genauso abgelutscht wie die Frage selbst.“, so Kuyas. Sie vermitteln den Eindruck, dass man nach Antworten im Internet gesucht hat, anstatt sich wirklich selbst zu reflektieren.
Bewerber sollten laut Kuyas keine Schwächen nennen, die die Erfüllung der Anforderungen der Position beeinträchtigen könnten, wie zum Beispiel mangelnde Teamfähigkeit bei einer Position, die intensive Zusammenarbeit erfordert. Außerdem: Das Vorstellungsgespräch ist kein Beichtstuhl. Ein bis zwei ehrliche Schwächen aus, um Ehrlichkeit und Selbstreflexion zu beweisen, ohne zu viele Schwächen offenzulegen.
Clever vorbereiten, um clever zu antworten
Wenn einen ad-hoc keine Schwächen einfallen, hilft laut Kuyas ein kleiner Rückblick in die berufliche Laufbahn: Welche Hindernisse gab es in den letzten Jahren? Gibt es ein Muster für diese Probleme? Warum wurden diese Ziele nicht erreicht? Nachdem man diese Schwäche identifiziert hat, kann man laut eine Facette davon präsentieren und dann beschreiben, welche Maßnahmen man zur Verbesserung ergriffen hat.
Eine weitere Möglichkeit ist, auch eine Schwäche aus dem Privatleben zu nennen, um die beruflichen Schwächen geschickt zu relativieren. Das Wichtigste laut Kuyas: Die genannte Schwäche muss authentisch wirken, denn künstliche oder unehrliche Antworten hinterlassen einen schlechten Eindruck.
Elena Hartmann/dpa
Weitere interessante Beiträge:
Kick-off-Meetings schlau organisieren
Für einen gelungenen Projektstart lohnt es sich bereits frühzeitig, die Weichen richtig zu stellen. Dazu gehört beispielsweise ein gemeinsames Treffen mit allen involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Guter Start in die Arbeitswoche
Ob es am frühen Aufstehen liegt oder der Aussicht auf einen Berg an Aufgaben, vielen graut es schon am Wochenende beim Gedanken an den Start in die Arbeitswoche. Tipps für einen leichteren Start.
So meistern Sie Verhandlungen im Job mit Kreativität
Wer an Verhandlungen denkt, hat vielleicht lange Sitzungen an langen Tischen vor Augen. Oder ein Schachspiel und das Ringen um den besten Zug - bis zum Schachmatt. Doch es geht auch anders.



