Hilfreiche Tipps für die passenden Befehle

KI kann jede Menge – zum Beispiel Menschen mit wenig Berufserfahrung unterstützen. Sogar so gut, dass sie ihre Tätigkeit ähnlich gut wie Berufserfahrene ausführen können, sagt Melanie Arntz, Vizedirektorin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Aber wie geht das konkret? Beraterin zum Thema KI, Sophie Hundertmark, gibt hilfreiche Tipps für die passenden Befehle, sogenannte Prompts. Wichtig: „KI-Assistenten wie ChatGPT können eine gute Hilfe zum Start sein“, sagt die Expertin. „Mitarbeitende müssen sich Kompetenzen aber trotzdem zu einem gewissen Grad selbst aneignen.“ Die Prompts sind deshalb so gewählt, dass die Mitarbeitenden selbst dazulernen oder zumindest erfahren, wie ein Ergebnis zustande kommt.
Aufgaben strukturiert abarbeiten
„Wie gehe ich bei Aufgabe ‚XYZ‘ Schritt für Schritt vor? Erkläre mir das, als wäre ich ein Laie.“ Dieser Befehl eignet sich, wenn nicht ganz klar ist, wie eine Aufgabe abgearbeitet werden sollte. Zusätzlich liefert der KI-Assistent eine Struktur für die Bewältigung der Aufgabe.
Feedback einholen
Prompts: „Du bist langjähriger Mitarbeiter im Bereich ‚XYZ‘. Gib mir Feedback zu meinem geplanten Vorgehen ‚XYZ‘“ oder „Prüfe dieses Arbeitsergebnis aus der Perspektive einer sehr erfahrenen Fachperson. Wo würdest du kritisch nachfragen oder nachschärfen?“
Feedback ist wichtig. Aber gerade als Berufsanfänger überwiegt manchmal die Scheu, seine Arbeit unmittelbar den Kollegen oder dem Chef vorzulegen. KI kann hier eine erste Einschätzung liefern. Wichtig: Beachten Sie unbedingt den Datenschutz. Sensible Zahlen und persönliche Daten dürfen nicht eingegeben werden. Tabu sind Befehle wie: „ChatGPT, ich muss eine Auswertung der letzten Umsatzzahlen machen, hier sind unsere Zahlen, hilf mir dabei …“ oder „ChatGPT, hier ist die Liste unserer Kunden, schreibe mir für jeden Kunden eine Oster-Nachricht …“
Fehlerquellen enttarnen
Prompts: „Welche typischen Fehler sollte ich bei dieser Aufgabe ‚XYZ‘ vermeiden?“ und „Du bist ein Senior-Mitarbeitender mit 15 Jahren Berufserfahrung in ‚XYZ‘. Worauf achtest du bei dieser Aufgabe besonders, was Anfänger oft übersehen?“
Aus Fehlern lernt man. Doch die Angst Fehler zu machen, kann einen auch in der Entwicklung behindern. KI kann hier Sicherheit geben.
Trainingsplan erstellen
Prompt: „Ich fange einen neuen Job bei/als ‚XYZ‘ an. Dieses Arbeitsgebiet ist für mich komplett neu. Erstelle mir einen Trainingsplan inkl. 10 Trainingslektionen zu je 10 Minuten, damit ich für den Start gut vorbereitet bin.“
Wer gut vorbereitet ist, ist meistens souveräner. Mit diesem Befehl teilt die KI wichtige Informationen zu einem Job in passende Häppchen ein.
Wichtig: Bei all der Erleichterung und Hilfestellung, die KI bietet, müssen Anwender kritisch bleiben, Ergebnisse prüfen und den Umgang üben. Dieser Hinweis ist Hundertmark ein Anliegen: „Denn das System macht Fehler und wenn ich die nicht einordnen kann, habe ich ein Problem.“
Marie von der Tann/dpa
Weitere interessante Beiträge:
Diese Regeln gelten für Saisonarbeit
Ob Surflehrer, Animateur oder Kellner: Saisonarbeit kann nicht nur Spaß machen, sondern ist in der Regel auch gut für das Portemonnaie. Ein paar Dinge sollten Jobber aber dazu wissen.
Unterstützung erhalten bei Mobbing und Cyber-Mobbing am Arbeitsplatz
Anzeige
Sie sind im Berufs-Alltag von Mobbing betroffen? Die Mobbing-Mentorin Dagmar Rothfuß bietet Ihnen Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Gemeinsam werden Klarheit, Zuversicht & Stärkung geschaffen. Für Ihren ganz persönlichen Weg.
Warum ein früher Jobausstieg nur für wenige eine Option ist
Nur noch das tun, wonach einem der Sinn steht. Das beinhaltet für manchen auch die Möglichkeit, früher mit dem Arbeiten aufzuhören. Was hinter dem Konzept "Frugalismus" steckt.



