Welche Maßnahmen gegen Überlastung ergriffen werden können

Hamsterrad stoppen
Am Montagmorgen nicht gleich wieder loshetzen wie eh und je. „Die Grundprämisse ist, erstmal keinen Stress aufkommen zu lassen“, sagt der Arbeitspsychologe Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. „Ein Tässchen Kaffee oder Tee ist schon ein ganz guter Start.“ Auch zwischendurch gelte: Immer mal innehalten und sich fragen: „Reicht es vielleicht auch in zehn Minuten?“
Schluss mit Aufschieberitis
Wieder eine knifflige Aufgabe? Schreibtisch aufräumen, Fahrtkosten-Abrechnung machen und Visitenkarten sortieren hilft da nicht. „Oft ist es so, dass man die falschen Prioritäten setzt und wichtige Aufgaben vor sich herschiebt“, sagt der Experte. Dadurch werde der Stress am Ende umso größer. Klingt nicht neu, kann aber helfen: To-do-Listen.
Kollegenschnack
„Unterstützung durch Kollegen ist die ideale Stressprävention“, sagt Brenscheidt. Also in der Teeküche einfach mal mit einem netten Kollegen ein Schwätzchen halten. Dann sieht die Welt schon wieder anders aus – und vielleicht bietet er ja sogar seine Hilfe an.
Schreibtisch umgestalten
Fotos von der Liebsten, Erinnerungen an den jüngsten Sommerurlaub oder die Kinokarten für den Feierabend – „was die Seele baumeln lässt“, sei ein wahrer Stresskiller, sagt der Psychologe. Sein Tipp: Den Schreibtisch individuell aufrüsten – und öfter mal umgestalten, damit man auch merke: „Es gibt nicht nur Arbeit.“
Bürohund
Einfach mal Bello mit ins Büro bringen. „Aus Studien weiß man, dass ein Bürohund einen positiven Effekt hat“, sagt der Arbeitsexperte. Ob der Vierbeiner dort erwünscht ist, sollte man aber bitte erst mit dem Chef klären – sonst ist der Stress am Ende noch größer.
Sport nach dem Feierabend
„Ein wichtiges Mittel, um Stress abzubauen, ist Sport“, erklärt Brenscheidt. „Wenn man ein gutes Körpergefühl hat, geht vieles leichter.“ Und beim Joggen im Wald ist die Gefahr, doch wieder in die Dienst-Mails zu schielen, auch nicht ganz so groß.
Antonia Lange, dpa
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